Kaiseraugst
Burckhardt+Partner

Roche Entwicklungs- und Produktiosbau LSL

Gebäudeart

Industrie/Gewerbe

Gesundheitswesen

Architektur
INNENArchitektur
Jahr

2019

Standort

Kaiseraugst

Besonderheiten
Eingesetzte Produkte

In Kaiseraugst bildet ein repräsentativer architektonischer Auftakt den Übergang vom weitläufigen Campus zu einer Reihe weiterer Gebäude der F. Hoffmann-La Roche AG. Der Entwicklungs- und Produktionsbau LSL ist funktional geprägt, ohne dabei wie ein introvertierter Industriekomplex zu wirken.

Technischer Charakter trifft auf wohltuendes Raumklima

Im Innern des Gebäudes ermöglicht die äusserst flexible Struktur der Late Stage Development & Small Molecules Launch Facility (LSL) eine hochkomplexe Pharmaproduktion. Gleichzeitig sind die Grundrisse der sechs Geschosse klar gegliedert. Prozessabläufe sind effizient organisiert, Mitarbeitende können sich einfach orientieren und eine Stahlwendeltreppe erschliesst das gesamte Gebäude vertikal. Sie öffnet sich zu den Kommunikationszonen hin und fördert so den informellen Austausch und spontane Begegnungen.

Effizient und funktional sind auch die gewählten Raumklimalösungen. Auf die Materialisierung des Baus abgestimmt, führen sie dessen technischen Charakter bis in die Büro- und Erschliessungszonen fort.

Klimatisieren von der Decke…

Hochleistungsmodule, Typ HLM-A, klimatisieren Umkleiden, Teeküchen und Aufenthaltsbereiche sowie Büro- und Sitzungsräume auf drei Geschossen. In den Reinraumkorridoren sorgen aktivierte Deckenplatten, Typ WKD-V Alu, für die Temperierung.

Sowohl die zu Modulen zusammengefassten Strangpressprofile als auch die vollflächigen Decken sind für den Zugriff in den Deckenhohlraum herunterklappbar und fügen sich optisch in die industrielle, einheitlich materialisierte Innenarchitektur ein.

…und von der Wand

Im Bereich der Stahlwendeltreppe verunmöglicht der über sechs Geschosse nach oben offene Raum eine Deckenmontage. Deshalb kommen hier klimaaktivierte Wandpanels, Typ WKD-P Alu, zum Einsatz. Dank ihres zusätzlichen konvektiven Wärmeübergangs erzielen sie eine hohe spezifische Kühlleistung pro Quadratmeter.

Im gewählten Grauton harmonieren sie mit der Wendeltreppe und dem Boden. Gleichzeitig schafft die Farbwahl einen ruhigen Kontrapunkt zu den organischen, nestartigen Skulpturen der Schweizer Künstlerin Katja Loher. Ihre bewegten Bildwelten verbinden Kunst, Natur und Technologie zu einem immersiven Erlebnis.

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© Jan Bitter
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